Wo geht unser Weihnachtsmann im 2018 hin?

Wir haben lange überlegt, zu welchen Kindern in der Ukraine schicken wir den Weihnachtsmann in diesem Jahr? Im Rahmen des Projekts „Kinder.Ukraine.“ schenken wir zum Weihnachten Freude und Geschenke wieder den Kindern in der Ukraine. Es ist nicht einfach, die Kinder auszusuchen, die es besonders nötig haben und diesmal unsere Geschenke bekommen. Es gibt sehr viele solche Kindern, denen es in der Ukraine schwer geht. Das ist aber für uns sehr wichtig, die Kinder zu finden, die vielleicht noch nie erlebt haben, ein Geschenk zu bekommen, weil ihre Eltern kaum Geld für Kleidung noch haben.  Wir haben viele Möglichkeiten gehabt, Kindern aus Waisenhäusern Freude und Überraschungen zu Weihnachten zu schenken. Wir wollten aber dieses Jahr einen längeren Weg machen und die Kinder aussuchen, die oft von Weihnachtsmann vergessen sind.

Es gibt in der Ukraine im Chersoner Gebiet ein kleines Dörfchen Perschopokrovka. Da wohnen dort sehr nette Menschen, die es im Leben nicht einfach haben, Geld zu verdienen, weil es im Dorf kaum noch Arbeit gibt und die es gibt, ist kaum noch bezahlt wird. So ernten Menschen Kartoffeln vom Gemüsegarten und lagern für das ganze Jahr. Die Menschen sind sehr humorvoll und fröhlich, und wenn man sie besucht, hat man das Gefühl, die haben mehr Spaß im Leben, als wir. Sie haben es nicht verlernt, das Leben zu leben und zu genießen.  Die Menschen sind gastfreundlich und beklagen sich nicht. Sie leben und  schätzen die Tage, die sie haben. Sie machen aus dem Alltag das Beste, was sie können. Und wenn es einigen Menschen ganz schlecht finanziell oder mental geht, gibt es immer die Leute, die die anderen unterstützen und ihnen Mut geben können.

So veranstalten die Aktiven immer wieder Feste im Dort: Fest der Ukraine, Fest des Frühlings, Fest der älteren Leute. Da sind ältere Menschen eingeladen, für sie kocht man und singt, tanzt und schenkt etwas Freude, die sie so brauchen. Es gibt dort sogar Fest des Bortschs (Bortsch ist ukrainisches Nationalgericht, Gemüsesuppe)! Da sind alle eingeladen, Botsch zu essen. Es gibt Fest des Specks! Man singt sogar Lieder über Speck! Es scheint zuerst das Ganze merkwürdig zu sein. Wenn man aber  solche schöne Aktivitäten in diesem Dorf nicht machen würde, würden die Menschen sehr wahrscheinlich kaum noch mehr Freude im Leben sehen. Sehr viele jüngere Menschen verlassen das Dorf , sobald sie 16 sind, und flüchten in die Städte, wo man mehr Möglichkeiten hat, Arbeit zu finden. Die Menschen, die im Dorf bleiben, haben es verdient, unterstützt zu werden.

So viel ich weiß, ist irgendwelche humanitäre Hilfe noch nie Perschopokrovka erreicht. Alles kommt zu großen Städten oder bleibt in der Nähe der Städte.

Perschopokrovka liegt sehr ungünstig. Ins Dorf kommen keine Züge oder direkte Büsse. Ohne Umwege und Autos ist es schlecht das Dorf zu erreichen.

So haben wir uns gedacht, wenn wir tatsächlich Kinder mit Geschenken freuen wollen, dann den  Kindern aus Perschopokrovka können wir mit gleichen Geschenken viel mehr Freude und Glück schenken, weil diese Kinder so was noch nie erlebt haben.

Wir haben für unseren Weihnachtsmann Kinder ausgesucht, die am wenigsten Chancen haben, dass ihre Wünsche der Weihnachtsmann erfüllen kann. Zusammen mit dem Rathaus und unseren Freunden aus dem Dorf, haben wir 10 Kindern aus den ärmsten Familien ausgesucht, die unser Weihnachtsmann besuchen wird und ihnen solche Geschenke macht, von denen sie gar nicht träumen könnten.

Unser Weihnachtsmann besucht Kinder zu Silvester. So ist es in der Ukraine und Russland. Kinder bekommen Geschenke zu Silvester. Heute fragen wir Kinder nach ihren Wünschen und kaufen ein. Wir informieren Sie, wie es weiter gelaufen ist und wie die Kinder reagiert haben. Unser Weihnachtsmann wird jedes Kind zu Hause besuchen und jede Übergabe dokumentieren. Wir erzählen Ihnen noch mehr über unsere ausgewählte Kinder und Ihre Geschichten. Wir freuen uns so sehr, dass wir diese wunderschöne Geschichte machen, entwickeln und miterleben können.  Vielen Dank unseren Freuende aus Perschopokrovka, für organisatorische Unterstützung.